Von allen Mühlen war die Mühle von Franjo Pust mit Sicherheit die größte und beeindruckendste. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, noch vor der eigentlichen Mühlenproduktion, befand sich an diesem Ort eine Schnupftabakfabrik, die von Mirko Markić geleitet wurde. Im Jahr 1831 übernahmen Franjo Pust und seine Partner die Fabrik, die bis 1848 eine erfolgreiche Produktion erreichte. Nach der Einführung des österreichischen Absolutismus und des staatlichen Tabakmonopols wurde diese private Fabrik 1849 in eine Walzenmühle umgebaut. Aufgrund der Größe der Walzen wird angenommen, dass es sich um die erste Mühle dieser Technologie in Kroatien handelte. Die Walzen wurden von der Firma L. Nemelka in Wien bezogen. Die Mühle wurde von einem 8 Meter hohen oberschlächtigen Mühlrad angetrieben, das über einen mehr als 200 Meter langen hölzernen Wasserkanal (Rinne) mit Wasser versorgt wurde, der oberhalb der Dorfhäuser verlief. Laut den alten Geschäftsbüchern mahlte die Mühle monatlich bis zu 25 Waggons Weizen.
Die Mühle wurde 1923 elektrifiziert, als ein Wechselstromgenerator installiert wurde, der durch eine Turbine im Sägewerk 450 Meter flussaufwärts betrieben wurde. Mit diesem Strom wurde der gesamte obere Teil von Ivanec versorgt.
Nach 1932 pachtete Emil Obsiger, der Sohn des ehemaligen Besitzers des Gasthauses „Janje“ in Varaždin, die Mühle. Im Laufe der Zeit wurde sie oft auch als Pust-Obsiger-Mühle bezeichnet. In dieser Mühle wurde hochwertiges weißes Weizenmehl produziert, das als „Nuller“ und „Zweier“ bekannt war. Im Volksmund wurde das Gebäude „Maschine“ genannt, aufgrund der Verwendung großer Maschinen in der Produktion.
Die Mühle stellte ihren Betrieb 1970 ein und war als Betriebseinheit des Unternehmens „Bednja-Mühle“ aus Ludbreg tätig. Auf Anordnung der Unternehmensleitung wurden alle Maschinen demontiert und nach Ludbreg gebracht. Leider wurde das Gebäude dem Verfall überlassen und später bis auf die Grundmauern abgerissen.