Schatzkiste

Die Mühle/Mahlmühle von Ivan Stanko

Die Mühle befand sich tief im Tal der Bednja und war die letzte am Bach Bistrica. Die Eigentümer waren Ivan und Bara Stanko. Sie stellte ihren Betrieb im Jahr 1960 ein, nachdem der Fluss Bednja reguliert worden war. Die gesamte Mühle war aus Holz gebaut, und eine Zeit lang lebte die Familie im Mühlenkomplex.

Einst war diese Mühle in den Sommermonaten ein beliebter Badeort für viele Einwohner von Ivanec. Im Gegensatz zu den zahlreichen Mühlen in Ivanec, bei denen das Wasser über Überlaufrinnen zugeführt wurde, wurde diese Mühle durch ein Wasserrad nach dem Unterlaufprinzip betrieben. Früher wurden Mühlen in verschiedene Typen unterteilt, darunter Unterläufer (Podljevnjak), Überläufer (Nadljevnjak), Löffelmühlen (Žličar), Einzelmühlen (Samac), Gemeinschaftsmühlen (Družnjak) und andere.

Im Magazin „Napredak“ aus dem Jahr 1869 findet sich eine verkürzte Beschreibung der Mühle: „Die Mühle (Malin, Melin) hat zwei Räder an einer 'Spindel'. In diese sind vier Aussparungen ('Löcher') eingearbeitet, in denen vier Kreuzstücke befestigt sind. Dies ist das äußere Rad, das vom Wasser angetrieben wird und das innere Rad bewegt. Am inneren Rad befinden sich 'Zähne', die die 'Spindel' antreiben. Die Spindel besteht aus „Schwingen“, einer 'Stange' und zwei 'Ringen'. Die Spindel bewegt den „Mühlstein“, der von einem hölzernen Ring namens „Okoluš“ umgeben ist, in dem sich der Stein dreht. Über dem Mühlstein befindet sich der „Trichter“, darunter der „Getreideschacht“ ('Žirelac'), an dem der „Klopfer“ hängt. In den Getreideschacht fällt das Korn, das von dort auf den Mahlstein gelangt. Wenn sich der Mühlstein dreht, vibriert der Klopfer, wodurch das Korn in den Mahlstein fällt.

Der Behälter, in den das Mehl rieselt, wird „Kästchen“ ('Škrinjica') genannt. Das passende Holz- oder Eisenteil, mit dem bestimmt wird, wie fein oder grob das Mehl gemahlen werden soll, heißt „Sloga“. Das Teil, mit dem das Wasser geöffnet und geschlossen wird, nennt man 'Verschluss/Sperre“(zapor).